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Websites for Neuroradiologists

ClipFinder

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clipfinder.klinikum.uni-muenchen.de

Autoren:
Dr. Dominik F.B. Morhard, Neuroradiologie
Dr. Karsten Schöller, Neurochirurgie
Klinikum Großhadern der Universität München

Vor einer kernspintomographischen Untersuchung eines Patienten mit implantiertem Aneurysma-Clip muss sicher gestellt werden, dass der betreffende Clip MR-tauglich ist und kein Sicherheitsrisiko darstellt. Gerade bei älteren Clips kann es allerdings schwierig werden, den OP-Bericht beizubringen und den Typ des Clips damit sicher zu identifizieren.

Hier leistet die vorgestellte Website gute Dienste: ClipFinder erlaubt die Identifizierung von derzeit 47 verschiedenen Aneurysma-Clips anhand von konventionellen Röntgenaufnahmen. Die Autoren weisen darauf hin, dass CT- und DSA-Untersuchungen zur Identifizierung ebenfalls geeignet sind.

Besucher dieser Site sollten sich nicht durch die Nutzungsbedingungen und den expliziten Haftungsausschluss abschrecken lassen; solche Hinweise sind heutzutage wohl unvermeidlich. Die Qualität der sorgfältig recherchierten Information lässt keine Wünsche offen, aber natürlich liegt die Verantwortung für die Anwendung dieser Daten beim Benutzer, nicht beim Autor.

Zu jedem Modell gibt es eine Abbildung des Clips und Röntgenbilder in zwei Ebenen, dazu eine genaue Beschreibung, Angaben zu Hersteller und Material sowie zur MR-Tauglichkeit.

Beruhigend für die klinischen Anwender ist der Hinweis, dass die im mitteleuropäischen Raum meist verwendeten Cliptypen (Sugita und Yasargil) keine Probleme bezüglich der MR-Tauglichkeit aufwerfen.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel eines nicht MR-kompatiblen Clips, den Typ Drake DR14:
Screenshot

Hier ist dann allerdings auch die einzige Einschränkung zu dem gebotenen Datenmaterial zu machen:

Die Daten auf dieser Website sind mit dem Copyright-Vermerk 2004 versehen; alle Angaben beziehen sich auf Untersuchungen bei 1.5 Tesla.

Der zunehmende Einsatz von 3-Tesla-Geräten konfrontiert die Radiologen im klinischen Alltag auch dort mit der Frage, ob ein Patient mit einem bestimmten Clip ohne Gefährdung untersucht werden kann. Es wäre deshalb eine wertvolle Ergänzung dieser hervorragenden Datensammlung, wenn die Autoren Angaben über die Sicherheit und Tauglichkeit der verschiedenen Clip-Typen bei 3 Tesla nachtragen würden.

Fazit

Die zweisprachige (deutsch/englisch) Website ClipFinder ist ein sehr nützliches Hilfsmittel im klinischen Alltag. Für die Zukunft wären noch ergänzende Angaben zur MR-Tauglichkeit in 3-Tesla-Geräten wünschenswert.

C. Ozdoba, Bern


© 2009 Urban & Vogel Verlag
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